Landfrauen in Afrika stärken

Erstmals seit zehn Jahren nimmt Hunger wieder zu. Die Bekämpfung von Armut und Hunger ist nicht  möglich ohne die Geschlechtergerechtigkeit und die Stärkung der Landfrauen.

Zum Internationalen Tag der Landfrauen am 15. Oktober 2017 erinnert der Marie-Schlei-Verein an die wichtige Rolle der Landfrauen in Afrika, die zu 80% für die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln verantwortlich sind.

Professor Dr. hc. Christa Randzio-Plath, Vorsitzende Marie-Schlei-Verein, fordert, dass Frauen der Zugang zu Landeigentum, ländlicher Infrastruktur, Krediten und landwirtschaftlichen Geräten sowie Pflanzen und Saatgut erleichtert wird. Dann können die Frauen endlich Ernährungssicherheit gewährleisten. „Gerade der Klimawandel und der ausbleibende Regen treffen Landfrauen hart. Von daher müssen Frauen auch darin geschult werden, Ressourcen zu schonen und ihren Anbau den Klimaveränderungen anzupassen. Diskriminierungen, Vorurteile und Traditionen hindern Frauen an einer gleichberechtigten Rolle in den ländlichen Haushalten und Gemeinden. Wenn Frauen die gleichen Ausgangsbedingungen wie Männer hätten, könnten nach Schätzungen der Welternährungsorganisation die Ernteerträge allein in Afrika um 20% steigen.“