Gewalt gegen Frauen- niemals mehr

Christa Randzio- Plath: Gewalt gegen Frauen- niemals mehr

Erklärung zum 25. November 2017

Gewalt gegen Frauen ist eine Menschenrechtsverletzung. Dennoch ist Gewalt gegen Frauen erlebte Realität: 40% der Frauen weltweit haben Gewalt, auch sexualisierte Gewalt, erlebt. Die Vereinten Nationen organisieren den Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen am 25. November auch 2017. Gewalt gegen Frauen ist wie eine Epidemie in der Form physischer, psychischer, struktureller Gewalt, aber auch als Kinderheirat, Beschneidung, Zwangsverheiratung, Zwangsprostitution, Frauenhandel. Mehr als die Hälfte der UN- Staaten haben Gesetze gegen Gewalt gegen Frauen, auch gegen häusliche Gewalt.

In den Projekten des Marie-Schlei-Vereins ist Gewalt gegen Frauen ein Thema. Die Frauen reden darüber und erkennen, dass die Männergewalt nicht ihr individuelles Schicksal ist, sondern Ausdruck von Macht, Hierarchie und Unterdrückung.  Im südafrikanischen Guguletho werden Frauen beraten, im ugandischen Kasese nehmen Frauen ihre Zukunft gegen schlagende Männer in die Hand und bauen sich mit der Produktion von Pilzen eigenständige Existenzen auf. Und die Männer verändern sich. Das erfahren auch z. B. Frauen in Nicaragua, El Salvador und Peru, in Nepal und Vietnam.

Die UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung fordert, dass niemand zurückgelassen werden darf. Aber niemand darf allein gelassen und Gewalt ausgesetzt werden. Gebraucht wird nicht nur Opferhilfe und strenge Bestrafung, sondern vor allem Gewaltprävention. Gewalt gegen Frauen ist keine Bagatelle, sondern ein Krebsgeschwür in der Weltgemeinschaft bei uns und weltweit.

Frauenaufstand im Macholand – Weltspiegel