Uganda, IGEDA, Ausbildung von Frauen im Anbau von rotem Paprika zum Schutz der Papaya Ernte

Das ostafrikanische Land Uganda ist stark landwirtschaftlich geprägt. 81% der Frauen arbeiten in der Landwirtschaft, von den Männern arbeiten 67% in der Landwirtschaft. Allerdings haben nur 7% der Frauen Landtitel. Darüber hinaus haben sie meist keine Kontrolle über die Erlöse aus der Produktion, obwohl sie die Arbeit verrichten: sie bereiten den Boden vor und kultivieren ihn.

Frauen sind nach Einschätzung der ugandischen Regierung die Ärmsten der Armen, vor allem in ländlichen Gebieten. So haben beispielsweise 27 % der dauerhaft armen Haushalte in ländlichen Gegenden einen weiblichen Haushaltsvorstand. Durch ihre reproduktive Rolle in der der Gesellschaft tragen Frauen die Verantwortung für die Ernährung in den Familien. Die kulturellen und religiösen Einstellungen prägen die Geschlechterrollen und hindern Frauen an gesellschaftlicher und politischer Partizipation. Die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen zeigt sich u.a. im Bildungsstand:  Zwar werden gleich viele Mädchen wie Jungen eingeschult, allerdings schließt nur die Hälfte der Mädchen die Volksschule ab. Des Weiteren zeigt sie sich beim Zugang zu Krediten (<50 %) und der weiblichen Kontrolle über Nahrungsmittel (30%). 95% der Frauen leiden unter Genitalverstümmelung. Gewalt gegen Frauen ist weitverbreitet. Auch die Müttersterblichkeit ist nach wie vor sehr hoch. In der Region Kasese fördert der MSV ein Projekt der Partnerorganisation IGEDA (Ikongo Gender and Development Agency). Das Projekt richtet sich an Frauen, die auf ihrem Land Papaya anbauen. Diese berichteten der Partnerorganisation von einem ungewöhnlichen Problem: In der Region leidet der Anbau von Papaya regelmäßig unter dem Einfall von Elefantenherden aus dem Nationalpark, die die Ernte teilweise vollständig vernichten. Als Gegenmaßnahme soll um die Papaya Felder herum, roter (scharfer) Paprika angebaut werden. Untersuchungen zufolge meiden Elefanten Gebiete mit dem scharfen roten Paprika. Das Projekt bietet eine 5-tägige Ausbildung im Anbau von roter Paprika für die Frauen, um ihre Papaya Früchte schützen zu können.  Darüber hinaus lernen die Frauen in einer weiteren 5-tägigen Ausbildung die Trocknung und Verarbeitung des Chilis zum Verkauf, damit sie dieses als zusätzliche Einkommensquelle nutzen können. Die 30 geschulten Frauen haben sich bereit erklärt, ihr Wissen innerhalb von einem Jahr an jeweils fünf Frauen weiterzugeben - sodass auf diese Weise 150 weitere Frauen erreicht werden können. Zur Begleitung und Beratung der Frauen wird eine Demonstrationsfarm eingerichtet. [/av_textblock] [av_textblock size='' font_color='' color='' av_uid='av-33ojfi'] Das ostafrikanische Land Uganda ist stark landwirtschaftlich geprägt. 81% der Frauen arbeiten in der Landwirtschaft, von den Männern arbeiten 67% in der Landwirtschaft. Allerdings haben nur 7% der Frauen Landtitel. Darüber hinaus haben sie meist keine Kontrolle über die Erlöse aus der Produktion, obwohl sie die Arbeit verrichten: sie bereiten den Boden vor und kultivieren ihn. Frauen sind nach Einschätzung der ugandischen Regierung die Ärmsten der Armen, vor allem in ländlichen Gebieten. So haben beispielsweise 27 % der dauerhaft armen Haushalte in ländlichen Gegenden einen weiblichen Haushaltsvorstand. Durch ihre reproduktive Rolle in der der Gesellschaft tragen Frauen die Verantwortung für die Ernährung in den Familien. Die kulturellen und religiösen Einstellungen prägen die Geschlechterrollen und hindern Frauen an gesellschaftlicher und politischer Partizipation. Die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen zeigt sich u.a. im Bildungsstand:  Zwar werden gleich viele Mädchen wie Jungen eingeschult, allerdings schließt nur die Hälfte der Mädchen die Volksschule ab. Des Weiteren zeigt sie sich beim Zugang zu Krediten (<50 %) und der weiblichen Kontrolle über Nahrungsmittel (30%). 95% der Frauen leiden unter Genitalverstümmelung. Gewalt gegen Frauen ist weitverbreitet. Auch die Müttersterblichkeit ist nach wie vor sehr hoch. In der Region Kasese fördert der MSV ein Projekt der Partnerorganisation IGEDA (Ikongo Gender and Development Agency). Das Projekt richtet sich an Frauen, die auf ihrem Land Papaya anbauen. Diese berichteten der Partnerorganisation von einem ungewöhnlichen Problem: In der Region leidet der Anbau von Papaya regelmäßig unter dem Einfall von Elefantenherden aus dem Nationalpark, die die Ernte teilweise vollständig vernichten. Als Gegenmaßnahme soll um die Papaya Felder herum, roter (scharfer) Paprika angebaut werden. Untersuchungen zufolge meiden Elefanten Gebiete mit dem scharfen roten Paprika. Das Projekt bietet eine 5-tägige Ausbildung im Anbau von roter Paprika für die Frauen, um ihre Papaya Früchte schützen zu können.  Darüber hinaus lernen die Frauen in einer weiteren 5-tägigen Ausbildung die Trocknung und Verarbeitung des Chilis zum Verkauf, damit sie dieses als zusätzliche Einkommensquelle nutzen können. Die 30 geschulten Frauen haben sich bereit erklärt, ihr Wissen innerhalb von einem Jahr an jeweils fünf Frauen weiterzugeben - sodass auf diese Weise 150 weitere Frauen erreicht werden können. Zur Begleitung und Beratung der Frauen wird eine Demonstrationsfarm eingerichtet. [/av_textblock] [/av_one_half][av_one_half min_height='' vertical_alignment='' space='' custom_margin='' margin='0px' padding='0px' border='' border_color='' radius='0px' background_color='' src='' background_position='top left' background_repeat='no-repeat' animation='' mobile_display='' av_uid='av-edvr2'] [av_textblock size='' font_color='' color='' av-medium-font-size='' av-small-font-size='' av-mini-font-size='' av_uid='av-33ojfi' admin_preview_bg='']