Catering-Service „Mama Akelo“

40 Frauen in extremer Armut – Witwen, Alleinerziehende, HIV/AIDS-Infizierte, mit einem täglichen Einkommen von 0,50 € und mindestens vier Kindern – im Manyatta Slum von Kisumu haben 2018 bis 2019 eine Ausbildung in der Außengastronomie erhalten, um bei Feiern wie Hochzeiten, Geburtstagen, Partys und anderen gesellschaftlichen Veranstaltungen Catering, Ton und Location-Ausstattung anzubieten. Vor Projektbeginn hatten sich die Frauen bereits lose in einer Frauengruppe organisiert, weil sie alle eine bessere Zukunft für ihre Kinder wollten, ohne Armut und Hunger. Der Kapazitätsaufbau der Frauen zielte darauf ab, ihr Wissen über Gastronomie und Unternehmertum zu verbessern, mit dem Ziel, bessere Einkünfte zu erzielen und auf dem Markt bestehen zu können. Dabei erhielten sie Schulungen aus den Bereichen Gastronomie, Unternehmertum, einfache Managementfähigkeiten und Finanzmanagement. Neben der Ausbildung wurden Investitionen in Betriebsmittel und Ausrüstungsgegenstände, wie Zelte, Möbel und in eine Tonanlage getätigt.

Vor den Schulungen hatten nur wenige Frauen Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich Unternehmertum. Ihre Qualifizierung war daher von großer Bedeutung für die Vorbereitung auf ein Women Economic Empowerment.

Im Verlauf des Projektes hat sich der Zusammenhalt der Frauen untereinander als Hauptstärke der Frauengruppe erwiesen. Sie sicherte die Teamarbeit ab, welche bei Catering-Veranstaltungen benötigt wird. Es gab nur wenige gruppeninterne Konflikte.

Die Gruppe trägt nun mit Stolz den Namen „Mama Akelo“. Ihre Leistung verkauft sich vor allem in den informellen Siedlungen in Kisumu. Sie sind dafür bekannt, dass sie Lebensmittel möglichst regional beziehen.

Das Projekt wurde unterstützt von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung aus Zweckerträgen der Lotterie Bing! Die Umweltlotterie.

Projektnummer: 422 / Projektzeitraum: 2019