Ecuador ist das viertärmste Land Südamerikas. Rund ein Drittel der Bevölkerung ist von Einkommensarmut betroffen, darunter vor allem die indigene Bevölkerung, die nach Angaben der Indígena-Organisation CONAIE rund 50 % der 17 Millionen Einwohner Ecuadors ausmacht.

In den Bezirken Pedro Moncayo und Otavalo (Provinzen Pichincha und Imbabura) im Norden Ecuadors, in denen 62% der Bevölkerung in extremer Armut leben, werden 65 indigene Kleinbäuerinnen im Ausbau ihrer Agrarkollektive unterstützt. Die Frauen lebten bisher vom Subsistenzanbau, aber ihre Viehweiden und wenigen Gärten erbrachten durch Winderosion und Wassermangel nur wenig Ertrag. Das Projekt bildete die Frauen in Milchwirtschaft, nachhaltigem Anbau, Betriebsführung und Einnahmen- Ausgabenrechnung, Belegführung und Preiskalkulation aus. Ferner lernten die Frauen durch Bewässerung und Windschutz die Gärten und Weiden aufzuwerten und sie erhielten Bäume und Saatgut, Geräte sowie Werkzeuge, Milchtanks, Bewässerungsanlagen.  Das Projekt hat die Zahl der Genossenschaftsmitglieder verdoppelt und die Milchversorgung sowie die Ernährung und das Einkommen verbessert.

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.