Frischkäse von peruanischen Kühen aus der Andenregion

Zusammen mit der Partnerorganisation CIDER (Centro de Investigación y Desarrollo) in Carhua und Lachaqui (Peru) fördert der Marie-Schlei-Verein ein Projekt mit 89 arme indigene Frauen durch eine sieben-monatige Ausbildung in der Herstellung, dem Verkauf und Vertrieb von Frischkäse.

Davon sind 79 Erzeugerinnen (65 aus Lachaqui und 14 aus Carhua) sowie 10 Händlerinnen, die vor Jahren aus den Gemeinden in die Stadt migrierten. Viele von ihnen sind alleinerziehende Mütter oder Witwen. Die Erzeugerinnen sind arm, haben eine geringe Schulbildung und sind in ihrer ländlichen Gemeinde aktiv.

Die Frauen leben mit ihren Familien in Carhua und Lachaqui in der Andenregion der Cuenca del Río Chillón, Provinz Canta, 2.100 bis 5.000 Meter über dem Meeresspiegel und damit rund 120 Kilometer von Lima, der Hauptstadt Perus, entfernt. Die Bevölkerung der Gemeinden Carhua und Lachqui lebt in Subsistenzwirtschaft, vor allem in der Viehzucht. Die Rinderhaltung und die Milchwirtschaft sind wichtige Einnahmequellen.

Die Frauen wollen solidarisch und kooperativ handeln, um der Armut zu entkommen und das traditionelle Wissen der indigenen Frauen in der Gesellschaft lebendig zu halten.

Sie wollen die Frischkäse-Produktion verbessern. Dazu werde sie fachgerecht durch Schulungen qualifiziert. Auch durch Kurse zu Hygiene- und Verarbeitungsstandards, Buchhaltung und Vermarktung und Verkauf. Gleichzeitig sollen die Beziehungen zwischen den Produzentinnen und den Händlerinnen verbessert werden, damit die Frauen sich gegenseitig unterstützen können. Ihr Ziel ist ein höheres Einkommen für die Familien, bessere Bildung, Ernährung, Gesundheitsversorgung und eine bessere Stellung in der Gesellschaft.

Das Projekt wird unterstützt von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung aus Zweckerträgen der Lotterie Bing! Die Umweltlotterie.