Kleinbäuerinnen in Nepal wagen den Aufbruch

Zusammen mit der Partnerorganisation Women’s Foundation of Nepal (WFN) setzt sich der Marie-Schlei-Verein für ein Ende von Armut und Diskriminierung von Frauen im ländlichen Raum ein. Nepal ist da zweit ärmste Land Südasiens. Ein Viertel der Bevölkerung lebt unterhalb der nationalen Armutsgrenze, vor allem Frauen. Diese sind vorwiegend in der Landwirtschaft tätig, die durch die Subsistenzwirtschaft geprägt ist. Frauen sind häufig Opfer häuslicher Gewalt, 40% der Frauen werden vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet.

Gemüseanbau, Viehzucht und Tiermedizin sowie gewinnbringende Vermarktung der Produkte Ausbildungsinhalte sollen zum wirtschaftlichen Erfolg der 280 nepalesischen Landfrauen aus den Distrikten Jhapa, Sunsari und Sindupalchok beitragen. Bildungsstand, Alter und ethnischer Hintergrund der Frauen sind sehr unterschiedlich. Die Frauen verfügen über Grundkenntnisse in der landwirtschaftlichen Produktion und der Viehzucht. Inhalt der Ausbildungskurse sind auch Arbeitsorganisation, ganzjährige Produktion und Steigerung der Produktivität sowie das Betreiben von Läden und Outlets.

Neben der Produktivitätssteigerung der landwirtschaftlichen Produkte gibt es erstmals ein Blumenanbauprojekt. Die Blumen sollen insbesondere für religiöse Zeremonien verwandt werden. Radiosendungen in den ländlichen Regionen sollen über die Bedeutung des ökologischen Landbaus die Frauen als Kleinbäuerinnen informieren, auch über die Nützlichkeit der Ernährung mit Bioprodukten.