461 Ghana MamaCare Ökologischer Gemüseanbau

Die Menschen in den ländlichen Gebieten Ghanas werden von den Entwicklungsprogrammen der Regierung oft nicht erreicht. Armut, Analphabetismus, schlechte Gesundheitsversorgung und eine schwache Infrastruktur bleiben eine Herausforderung. Felicia Wumbei und Emmanuel Pewudie von MamaCare engagieren sich gemeinsam mit 25 Frauen aus den Dörfern Banvim und Kpenchila dafür, Einkommen und Lebensumstände durch eine Ausbildung in ländlichen, ökologischen Anbaumaßnahmen zu verbessern.

Furu Latifa: „Das Lächeln auf unseren Gesichtern bedeutet, dass es für die Frauen in dieser Gemeinde einen neuen Aufbruch gibt. Das Lächeln auf unseren Gesichtern bedeutet, dass die Frauen genauso lernen können wie die Männer. Das Lächeln auf unseren Gesichtern bedeutet, dass die Frauengruppe erfolgreich an einem Kapazitätsaufbau teilgenommen hat, der uns geholfen hat, unser Potenzial zu erkennen, die uns jahrzehntelang vorenthalten wurden. Wir können aufstehen und für unsere Rechte auf liebevolle und schöne Weise in unserer Gemeinschaft kämpfen.“

Asatu: „Ich ging früher immer in den Busch, um Bäume zu fällen, sie zu trocknen, als Brennholz zu verkaufen und einige zu Holzkohle zu verarbeiten. Seit Jahren verdiente ich so mein Geld. Ich ging nicht zur Schule und kann daher keine ordentliche Arbeit finden. Mein Elend ist nun vorbei. Mein zerrüttetes Leben und das meiner Familie ist wirklich verändert. Ich werde nicht mehr herkommen, um Bäume zu fällen, denn ich bin eine Nutznießerin des Projekts. Ich wurde in modernen Anbaumethoden geschult. Ich bin Mitglied der Frauengruppe und zahle monatlich meinen Beitrag. Jetzt kann ich einen kleinen Kredit von der Gruppe bekommen, um mich selbständig zu machen.“

Asia Shahadu: „Das Projekt hat mich in vielerlei Hinsicht inspiriert. Ich habe moderne Anbaumethoden kennengelernt, ich habe etwas über Gruppendynamik, Führungsqualitäten, Menschenrechte im Allgemeinen, Frauenrechte und vieles mehr gelernt. Ich kann nun größere Mengen herstellen und diese in meinem kleinen Laden verkaufen. Das Lächeln im Gesicht bedeutet, dass ich jetzt Flüssigseife für den Hausgebrauch herstellen kann. Ich kann sie auch in größeren Mengen für den Verkauf herstellen. Ich stehe gerade vor meinem Laden, in dem ich kleine Dinge wie Flüssigseife, lokale Getränke, Sojaspießchen und vieles mehr anbiete. Das heißt, ich kann mehr Geld mit meinem Geschäft verdienen.“

Die Frauen erhielten Schulungen, revolvierende Fonds und Saatgut, um ihre Kompetenzen in der ökologischen Landwirtschaft zu stärken. Auch betriebswirtschaftliche Überlegungen wurden in die Schulungen einbezogen. Die meisten konzentrieren sich nur auf die Produktion anstatt sinnvoll planen. Deswegen wurden auch die Themen Buchführung und Vermarktung, die Möglichkeit des Zugangs zu Kapital und die große Volatilität auf den Rohstoffmärkten, Kürzungen der staatlichen Agrarprogramme und Fortschritte in der Biotechnologie, Informationstechnologie und die zunehmende Globalisierung des Wettbewerbs thematisiert. Das Projekt wurde auch durch die Bereitstellung von Saatgut und Dünger durch das Landwirtschaftsministerium hat unterstützt. Während des Projektes haben sich fünf weitere Frauen den Selbsthilfegruppen angeschlossen. Anlässlich des Nationalen Tages der Landwirte am 3. Dezember 2021 wurde die Frauengruppe als beste Frauengruppe des Distrikts North East Gonja vom Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft ausgezeichnet. 

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