Gemüse-Projekt  Uganda: Parish Kajwenge in Kisinga Sub County in Kasese District

Mary Nziabake, erwartete uns an einer Kreuzung mit ihrem Mann, der Lehrer ist. Sie spricht Englisch und hat eine weiterführende Schule besucht. Sie organisiert das Projekt.

Es wurde ein Musterfeld der Frauengruppe besichtigt. Es zeigte wunderbares Gemüse. Die Frauen sind Subsistenzbäuerinnen und arbeiten täglich auf den Feldern. Zum Anbau von Mais, Kasava und Süßkartoffeln für den eigenen Bedarf.  Nur sonntags gehen sie morgens zur Kirche und nicht auf die Felder. Das Gemüse ist für sie eine wichtige Einkommensquelle. Sie haben das auf dem Musterfeld gelernt, das nahe den Gemeinderäumen lag. Es gab vor allem Kohl, aber auch Tomaten, Bohnen, Zwiebeln.

Anschließend fand im nahe gelegenen Dorf in einem kleinen Büro mit rund 30 Frauen ein Gespräch statt. Obwohl Englisch in Uganda die einzige Amtssprache ist, musste den Frauen aus ihrer eigenen Sprache (59 eigene Sprachen gibt es in Uganda) übersetzt werden. Das bedeutet, dass die wenigsten Frauen einen geregelten Schulbesuch hatten. Die Frauen waren zwischen 21 und 45 Jahre alt und hatten bis auf drei Frauen mehr als drei Kinder. Mehrere Frauen haben zehn Kinder.  Die Frau auf dem Foto mit dem weißen Kleid hatte zehn Kinder

Es waren aber auch viele Kinder da, da Sonntag war. Ihr Zustand war bedauerlich. Sie hatten völlig zerrissene Kleidung, waren nicht gewaschen und hatten zum Teil unbehandelte Wunden. Anrührend war, mit welcher Liebe die Mütter ihre Kinder umsorgen. Die Vielzahl von Kindern ist auf fehlende Aufklärung und Familienplanung zurückzuführen, auf kulturelle Tradition und Stolz auf eine große Familie, Arbeitskraft von Kindern und schließlich nationaler Stolz auf ein großes Volk.

Die Leistungen der Frauen sind unglaublich. So ist eine lange Lebensphase der Frauen von Schwangerschaften, Geburten und auch Fehlgeburten geprägt. Zugleich müssen sie die Felder bestellen, den Haushalt bewältigen, zum Markt gehen und die Familie fast ausschließlich mit stärkehaltiger Nahrung versorgen. Gemüse ist da zusätzlich zur Einkommenserzielung auch eine Ernährungsalternative. Bargeld ist meist nicht vorhanden. Bei Missernten tritt die Katastrophe ein, der Regen kommt viel zu spät.

Mit Kaffee können die Frauen auf dem Markt einen kleinen Nebenverdienst erzielen. Sie ernsten auf ihren Feldern einige Kaffeesträucher ab, rösten die Bohnen in der Sonne und verkaufen sie auf dem Markt verkaufen.

Zum Landfunk wurden Auskünfte gegeben, Radio ist das einzige Medium über das ggf. Nachrichten verbreitet und Kenntnisse weitergegeben werden können, ist in der einheimischen Sprache. Dabei wird Kamuga Women Centre von dem landwirtschaftlichen Berater Muhindo Moris unterstützt. Auch ein englisches Faltblatt mit Zeichnungen zum Gemüseanbau wurde gezeigt.

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