Forderungen an Politik & Unternehmen

Frauen und Mädchen sind in besonderem Maße von den negativen
Auswirkungen globalen Wirtschaftens betroffen. Ähnlich diskriminiert sind
auch Menschen anderer Geschlechtsidentität oder sexueller Orientierung.
Der Fokus des Papiers liegt jedoch auf Frauen und Mädchen wegen ihrer
starken Präsenz in zahlreichen Lieferketten. Sie erfahren wirtschaftsbezogene
Menschenrechtsverletzungen in anderer Weise als Männer. Die
Gründe dafür reichen von diskriminierenden sozio-ökonomischen Strukturen
und Praktiken bis hin zu patriarchalen und an Klassenherkunft orientierten
sozialen und kulturellen Normen.
Die globale Corona-Krise und ihre Auswirkungen verstärken die in der
Wirtschaft bestehenden Geschlechterungleichheiten und machen sie
noch sichtbarer. Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft haben die besondere
Rolle von Frauen und Mädchen in ihren Initiativen und politischen
Debatten zur Vermeidung von wirtschaftsbezogenen Menschenrechtsverletzungen
bislang zu wenig beachtet.

Staaten und Unternehmen sollten Maßnahmen ergreifen, die über einen
do no harm-Ansatz, das heißt die Verhinderung und Milderung von Frauenrechtsverletzungen
in globalen Wertschöpfungsketten, hinausgehen.
Sie sollten Maßnahmen ergreifen, die eine grundlegende Transformation
zur Verwirklichung der Rechte von Frauen fördern.

Die gemeinsamen Forderungen an Politik & Unternehmen finden Sie hier, mit der Bitte um weiterleitung und Veröffentlichung.

Herausgeber: ASW – Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V., Brot für die Welt – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V., CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, FEMNET e.V., FIAN Deutschland e.V. – FoodFirst Informations- & Aktions-Netzwerk Global Policy Forum Europe e.V., Entwicklungsprojekte für Frauen – MARIE-SCHLEI-VEREIN e. V., materra -Stiftung Frau & Gesundheit e.V., Plan International Deutschland e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung, TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V., TransFair – Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt e.V., WECF e.V. Deutschland, Women Engage for a Common Future