Gewalt gegen Frauen – eine Menschenrechtsverletzung – 6. Februar 2020

Auch wenn in vielen afrikanischen Ländern die Genitalverstümmelung gesetzlich verboten sind, wird sie in ländlichen Regionen immer noch praktiziert. Vergangene Woche starb ein zwölfjähriges Mädchen an den Folgen der Beschneidung. Die höchsten Raten weisen Somalia, Mali und Ägypten auf. Auch der Marie-Schlei-Verein hat Beschneiderinnen zu Hebammen oder Gesundheitshelferinnen umgeschult. Der Erfolg ist mäßig, weil der staatliche Gesundheitsdienst in ländlichen Regionen nicht flächendeckend vorhanden und unterfinanziert ist. Inzwischen erfolgt aber in allen Projekten nicht nur die berufliche Qualifizierung, sondern das Thema Gewalt gegen Frauen gehört zu den Kursen dazu. Genitalverstümmelung ist Gewalt, ist eine schwere Menschenrechtsverletzung. Zu Recht mahnen die Vereinten Nationen jedes Jahr am 6. Februar, dem Internationalen Tag der „Null-Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“, ein Ende dieser Menschenrechtsverletzung an. 150 Mio Frauen sind beschnitten.

Der Marie-Schlei-Verein engagiert sich für Gleichstellung und Menschenrechte, nachhaltige Entwicklung und Überwindung von Armut, Ungleichheit und Gewalt. Die