Alltägliche Gewalt gegen Frauen – jeden Tag eine neue Menschenrechtsverletzung – auch in Entwicklungsländern

Gewalt gegen Frauen ist eine Menschenrechtsverletzung.

Gewalt gegen Frauen ist eine Menschenrechtsverletzung. Die Weltgesundheitsorganisation  stellt fest, dass mehr Frauen an den Folgen häuslicher Gewalt als an Herzinfarkt, Krebs und Kriegen sterben. Ein unerhörter Skandal. Nichts ändert sich, weil zwar immer mehr Staaten Gewalt gegen Frauen bestrafen und Opferschutz anbieten, aber es an Prävention fehlt. Geschlechterstereotypen, fundamentalistische und antifeministische  Orientierungen in Religionen und politischen Programmen fördern die Entwicklung, weil Frauen als Objekt, nicht als Person mit eigener Würde und Rechten ausgestattet, gesehen werden.

Frauen-Empowerment

Der Marie-Schlei-Verein fördert zur Armutsbekämpfung das Gender Empowerment, vor allem die wirtschaftliche Selbstbestimmung der Frauen durch berufliche Qualifikation in Landwirtschaft, Fischzucht, Handwerk und in Genossenschaften. Soziale und ökologische Nachhaltigkeit gehören zu den Lernzielen. Aber auch ein Ende der Partnergewalt. Die Frauen erkennen in den Projekten, dass die Gewalt gegen sie kein Schicksal ist, das sie erdulden müssen, sondern eine soziale Realität von Männerherrschaft und Männlichkeitswahn, gegen die sich wehren müssen. Gemeinsam sind sie stark und ersinnen Abwehrstrategien. Sie, die Frauen in Peru oder Nicaragua, in Nepal oder Vietnam, in Indonesien, Uganda oder Kenia  sagen: mir helfen meine Ausbildung, mein Können und mein Einkommen. Endlich habe ich eine Stimme!