Bangladesch ist eins der ärmsten und dicht besiedelten Länder der Welt. Die Region Habiganj, in der unser Projektpartner CRUD das Ausbildungsprojekt angesiedelt hat, ist besonders unterentwickelt. Die extreme Armut in diesem Land wirkt sich besonders stark auf die Ernährungssituation von Kindern und Müttern und deren Gesundheit aus. Viele Menschen sind erheblich unter-bzw.fehlernährt. Insbesondere schwangere Frauen sind von Mangelernährung oder falscher Ernährung betroffen, was sowohl im vor- wie nachgeburtlichen Zustand häufig schädliche gesundheitliche Auswirkungen zeigt.
CRUD und der MSV haben bereits in einem vorhergehenden Projekt 240 Frauen, die Analphabetinnen waren, zu Dorf-Hebammen ausgebildet. Diese Frauen sollen in dem gegenwärtig laufenden Projekt (September 2013 bis Ende Juli 2015) weiter gebildet werden. Neben der Wiederholung von bereits Vermitteltem ist der neue Schwerpunkt die gesunde Ernährung. So werden zum einen Geburtshilfe und die Nachsorge zum anderen allgemeine Grundkenntnisse der Nahrungsmittel und ihrer Nährstoffe gelehrt und aufgefrischt.
Die Frauen bilden Gruppen von jeweils zehn Frauen. Insgesamt werden fünf Kurse angeboten, die jeweils einen Monat dauern. Weitere 25-30 Hebammen sollen auch noch praktisch in Gartenbau auf eigenem Land ausgebildet werden. Zu diesem landwirtschaftlichen Training gehört auch Buchführung und Marketing. Saatgut und Dünger werden gestellt. Diese Gartenbau-Gruppe liefert die gesunden Nahrungsmittel, über die die anderen Hebammen im wesentlichen theoretisch ausgebildet werden.
Die dörflichen Hebammen kümmern sich nunmehr vor und nach der Geburt um die Ernährungssituation von Schwangeren/Müttern. Und ihren Kindern. Durch ein vielfältigeres und vitaminreiches Nahrungsangebot verbessert sich der Gesundheitsstatus der Frauen und Kinder. Dieses Ziel soll innerhalb von zwei Jahren erreicht werden.
Organisiert ist das Projekt in drei Phasen:
1. Erwerb von Kenntnissen über die verschiedenen Nahrungsmittel;
2. Techniken der Zubereitung von Nahrung, um die optimale Nutzung von Nährstoffen zu gewährleisten:
3. Ausstattung von 30 Frauen mit Mikrokrediten für Gartenbau und Läden.

Bangladesh is a small and poor country with a huge population of about 180 million. The majority of the people live in rural areas where health care services, either government or private, are insufficient due to geographical inaccessibility and financial limitation. Maternal mortality rate is a major public health concern in Bangladesh. It has been long recognized that the majority of maternal deaths could be prevented if all women were cared for by a professional health worker (midwife, nurse, doctor).
The 2 year project “Midwifery training and gardening project” consists of 2 parts: the first is a series of one month midwife training, the second – starting up a gardening project for the midwives. As part of the midwife training, women will take nutrition classes. Regarding the second part of the project, 20-25 midwives who have a small land to cultivate will be selected. The trainings will give the women an idea on biological vegetable growing, including how to compost, prepare biological pesticides and fertilizers, sicknesses, irrigation, seeds processing, harvesting etc. The midwives will receive a starter kit which will include seeds, fertilizer, pesticides, spades and hoes from the project funds. The idea under the gardening start up is that the midwives will learn how to grow nutritional vegetables and sale them in the market, to earn money for their families.