Pressemitteilung zum 15. Und 16.10.22 – Internationaler Tag der Frauen in ländlichen Gebieten und Welternährungstag

Ernährung wird weltweit immer wichtiger

Der UN-Welternährungstag am 16. Oktober mahnt jährlich den Kampf gegen Hunger und schlechte Ernährung weltweit an. Allein in Afrika hungern Hunderte Millionen Menschen, Hilfsorganisationen können nicht genug Schutz und Hilfe gewährleisten und es werden mehr und mehr. Eine mexikanische Feministin demonstrierte 2021 bereits mit den Worten: „Uns tötet nicht Covid-19, sondern der Hunger“. Auch die Welternährungsorganisation (FAO) unterstreicht die schweren Rückschläge bei der Hungerbekämpfung. 828 Millionen Menschen weltweit leiden unter Hunger, unter ihnen stirbt alle dreizehn Sekunden ein unter 5-jähriges Kind.

Frauen in ländlichen Gebieten, auch indigenen Frauen, kommt eine entscheidende Rolle bei der Förderung der landwirtschaftlichen und ländlichen Entwicklung zu. Ohne sie gibt es weder Ernährungssicherheit noch ein Ende der ländlichen Armut. Deswegen wurde dem Welternährungstag mit dem 15. Oktober ein internationaler Gedenktag für Landfrauen an die Seite gestellt.

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Ernährungssituation insbesondere in Afrika erheblich verschlechtert. Es fehlt an Weizen, Mais und Dünger. Erschwerend wirkt auch der Klimawandel mit Starkregen, Dürre oder heftigen Stürmen. Frauen in ländlichen Gebieten werden zu den Hauptversorgerinnen der Bevölkerung. Der Klimawandel trifft ländliche Regionen in einem besonderen Maße. Das zeigt sich an den Gemüseanbauprojekten auf den Philippinen, in Indonesien, in Bangladesch, in Peru und in Uganda und Kenia. Eine afrikanische Bäuerin: „Heute konnten wir erstmals unsere Gemüsegärten wieder anlegen und hoffen, dass wir bald wieder etwas zu essen haben.“ Die auch in den Entwicklungsländern gestiegene Inflation sowie die ausbleibenden Importe erschweren die Ernährung von vielen Millionen Haushalten und steigern die Ernährungssicherheit. Deswegen ergreifen Frauen in Afrika, Asien und Lateinamerika jede Chance, um Nahrungsmittel anzubauen und zu ernten.

Seit 1984 kooperiert der gemeinnützige Marie-Schlei-Verein mit Frauengruppen, um mit beruflicher Qualifizierung und Anschubinvestitionen in Gemüseanbau, -verarbeitung und -vermarktung, in Tier- und Fischzucht, in Handwerk und IT-Ausbildung zu Women’s Empowerment beizutragen und ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

Der Marie-Schlei-Verein fördert deswegen auch Projekte, die die Frauen in Gemüseanbau und -produktion und Bewässerungssystemen beruflich qualifizieren, wie zum Beispiel in Bangladesch, den Philippinen und Uganda.

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