Das Jubiläumsprojekt will dazu beitragen, dass 200 arme Landfrauen in Homa-Bay und Nyamira , Kenia, durch landwirtschaftliche Qualifizierung und gemeinschaftliche Organisation in Zukunft ihre Existenz sichern, ihre Armut überwinden und zu einer demokratischen und sozial gerechten Gesellschaft beitragen können. Die 200 Frauen in dem gemeinsamen Projekt des Marie-Schlei-Vereins mit der kenianischen gemeinnützigen Nichtregierungsorganisation CEPACET produzieren 90% der Nahrungs¬mittel, gewährleisten die Wasserversorgung, machen 80% der Vorratshaltung und sorgen für den Transport der Waren. Hacken und Jäten, Ernten und Produktvermarktung sind Frauensache. Sie arbeiten täglich 14 Stunden. Gewalt gegen Frauen ist alltäglich. 68% aller Mädchen sollen sexuelle Gewalt erlebt haben. Die Müttersterblichkeit steigt. Die Gesetze versprechen Gleichberechtigung, aber die kenianische Landbevölkerung ist männerbestimmt, sowohl in Politik und Gesellschaft wie auch in der Wirtschaft. Nur 1% der Frauen haben Eigentum an dem Land, das sie bestellen. Sie kriegen noch nicht einmal 10% der Mikrokredite, die es für Kleinbauern gibt und nur 7% von ihnen haben Zugang zu landwirtschaftlichen Dienstleistungen der Behörden. 36% der Familien in den westkenianischen Regionen haben einen weiblichen Haushaltsvorstand und leben von 1 US$ pro Tag, leben also in absoluter Armut. Die landwirtschaftliche Produktion muss verbessert und diversifiziert werden. Gemüseanbau, Obstanbau und Kleintierhaltung sollen den Getreideanbau ergänzen. Neue Einkommens¬möglichkeiten wollen die Frauen erschließen, weil sie die Vermarktung ihrer Produkte effizienter machen wollen, Buchführung und Preiskalkulation erlernen, die landwirtschaftlichen Produkte verarbeiten und verpacken lernen wollen. Handwerkliche Tätigkeiten sollen hinzukommen. Die Frauen werden in Kursen durch kenianische ExpertInnen qualifiziert und von ihnen auch vor Ort betreut. Die Gruppenarbeit erleichtert die Weitergabe von neu gewonnenen Kenntnissen und die Kontrolle einer fachgerechten Umsetzung. Bescheidene Mikrokredite sollen das Startkapital für die Kleinbäuerinnen und künftigen Kleinstunternehmerinnen bilden und von den Gruppen selbst verwaltet werden. Denn die Frauen setzen auf unsere Solidarität. Ihre Spende hilft helfen!