Mädchen heute – Zukunft von morgen

1.1   Milliarden Mädchen feiern am 11. Oktober 2017 den Weltmädchentag.

Was zählt für Mädchen?

Mädchen können alles – wie Jungen. Aber:  immer noch müssen Mädchen in Afrika und Asien die Zwangsheirat, die Kinderheirat, Gewalt und Diskriminierung fürchten.

Der gemeinnützige Marie-Schlei-Verein, der Frauenausbildungsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika fördert, engagiert sich für Frauen und Mädchen. Es geht um die wirtschaftliche Stärkung von Frauen und Mädchen, ihre Bildung und ihr Selbstbewusstsein, ihre Rolle in der Gesellschaft. Wichtig ist auch die Lage der Mädchen in Bürgerkriegen, bei der Flucht und bei Katastrophen.  Die Rohingya- Mädchen aus Myanmar mussten ethnische Greueltaten erdulden, bevor sie über den Fluss das Zufluchtsland Bangladesch erreichten.

Ein wichtiges Engagement verbindet uns vor allem mit Mädchen und Frauen in Afrika: Mädchen verlieren eine Woche Schulunterricht, weil sie über keine Binden während ihrer Periode verfügen. Sie sind zu teuer. Gemeinsam mit den afrikanischen Frauengruppen fordern wir die kostenlose Verteilung an allen Schulen. Angeblich haben die Regierungschefs von Kenia und Uganda das zugesagt. Die soziale Wirklichkeit sieht anders aus. Deswegen greifen Frauen zur Selbsthilfe und produzieren wiederverwendbare Binden.  Selbst die UNESCO sieht die Bindenversorgung als ernstes Hindernis für den Zugang für gleichberechtigte Bildung.  Entwicklungspolitik heute muss zur Lösung dieses Problems beitragen. Entwicklungsminister Müller ist gefordert.

Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath, Vorsitzende Marie-Schlei-Verein, zum Weltmädchentag am 11. Oktober 2017