Willkommen beim Marie-Schlei-Verein

Der Verein fördert Frauenausbildungsprojekte in Kooperation mit Partnerorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Zudem sensibilisiert er durch politische Bildungsarbeit die Öffentlichkeit in Deutschland für die Situation der Frauen aus den Ländern des Südens.

Frauen organisiert Euch!

Frauen organisieren ihr tägliches Leben und Überleben. Sie zählen auf unsere Solidarität. Die Unterstützung von Ausbildungsprojekten für Frauen ist ein Schritt auf dem Weg zur Reduzierung von Armut. Mit über 650 Projekten in den letzten 30 Jahren unterstützt der Marie-Schlei-Verein Frauen in ihrem täglichen Kampf ums Überleben. Sie tragen zur Bekämpfung von Armut und Unterentwicklung bei und zu einer gleichberechtigten Gesellschaft. Die Projekte sind so unterschiedlich wie die Frauen, die die Projekte planen und durchführen. Alle Frauen haben aber eins gemein: Sie wollen eine bessere Zukunft für sich und ihre Familien. Sie engagieren sich mit Mut, Kraft und Durchhaltevermögen, um das zu erreichen!

Weihnachten 2018:

Wir unterstützen 30 arme Frauen in der Verarbeitung von Spirulina – Algen im Soweto-Slum

Die Armut in den Elendsvierteln von Nairobi, Kenia, ist groß. Vor allem die Frauen sind dort von extremer Armut betroffen. Im Soweto Slum ist dies nicht anders. Die Frauen müssen sich und ihre Familien mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten, bei denen sie ein bis zwei Euro verdienen, aber das Geld reicht oft nur für eine Mahlzeit. Für Medizin, die Ausbildung der Kinder oder Kleidung reicht es nicht. Häufig zwingt die Armut die Frauen, als Sexarbeiterinnen Geld zu verdienen. Dies führt zu einer hohen HIV-Rate und frühen Schwangerschaften bei den Mädchen.

Der Marie-Schlei-Verein, 1984 gegründet, will als gemeinnützige Nichtregierungsorganisation die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen durch berufliche Qualifizierung auch im informellen Sektor unterstützen und hat Tausenden von Frauen über berufliche Qualifizierung den Ausweg aus der Armut geöffnet. 2018 haben wir 1.200 Frauen helfen können. Es geht um die Überwindung von Armut, Ungleichheit und Geschlechterungerechtigkeit.

Auf Grund der Armut können viele der Frauen nur unzureichend lesen und schreiben. Ohne weiterführende Qualifikationen bleiben sie arm. Der Anbau und die Verarbeitung von Spirulina im Soweto-Slum sind für 30 dieser Frauen die Chance, ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Die Gemeinde unterstützt sie. Spirulina ist ein Cyanobakterium, eine Blaualge, die als Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel Mangelernährung bekämpft. Spirulina wurde von der WHO als „bestes Nahrungsmittel der Zukunft“ bezeichnet. Die Alge ist reich an Eiweiß und Vitamin B12. Spirulina wird in Aquakulturen gezüchtet. Sie ist klimafreundlich, denn sie benötigt viel CO2 und setzt den Sauerstoff wieder frei. Nach der Ernte wird sie gefiltert, getrocknet, in einer Mühle zu Pulver gemahlen, verpackt und verkauft.

Das Spirulina-Projekt mit unserer Partnerorganisation RUCISO, der Rural & Urban Community Initiative Support Organization, soll 30 Frauen im Anbau, der Verarbeitung, der Vermarktung von Spirulina und in Betriebsführung ausbilden. Die Frauen haben tatkräftig die ersten Treibhäuser in dem Soweto Slum in mühseliger Arbeit aufgebaut. Das Gelände wurde den Frauen von der Gemeinde überlassen. Für die Ausbildung wurde ein Mikrobiologe angestellt, der mit Experten der IMSAM Organisation und der Masinde Muliro Universität den Frauen den Umgang mit der Blaualge beibringt und die Qualitätskontrollen durchführen wird. Die gemeinnützige Partnerorganisation RUCISO ist engagiert in kommunaler Entwicklung in den Elendsvierteln. Die sehr aktive Frauengruppe, mit der in diesem Projekt zusammengearbeitet wird, ist für die Organisation, den Aufbau und die Durchführung des Projekts, die Ausbildung, den Erwerb der notwendigen Zertifikate und für die Vermarktung zuständig und verantwortlich.

Den Frauen geht es mit dem Spirulina-Projekt um einen aktiven und selbstbestimmten Ausweg aus der Armut. Gleichzeitig wollen sie in ihrer Region zur Verbesserung von Gleichberechtigung und guter Ernährung beitragen. Unsere Solidarität kann sie dabei unterstützen. Tragen Sie mit Ihrer Solidarität zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen bei – Hilfe zur Selbsthilfe.  Helfen Sie helfen!

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Der Marie-Schlei-Verein hat sich freiwillig der Initiative Transparente Zivilgesellschaft angeschlossen. Lesen Sie hier mehr darüber